Freie Radikale

 

   Freie Radikale sind in aller Munde. In aktuellen Buchveröffentlichungen werden sie als ‚Gesundheitsgefahr Nummer 1’ beschrieben; sie gelten inzwischen als eine der Hauptursachen für Alterungsprozesse und als Mitverursacher vieler Krankheiten. Leider sind sie aber auch im ganz realen Sinn in unser aller Munde – in der Luft, die wir atmen und in unseren Nahrungsmitteln.

  Wenn über Freie Radikale gesprochen oder geschrieben wird fällt auf, dass ein sehr aggressives und kriegerisches Vokabular verwendet wird. Da ist von Angriffen und Zerstörungen die Rede, von Verteidigungsmaßnahmen und Abwehrmechanismen. Das hierbei entworfene Szenario klingt nur allzu bekannt: böse Angreifer von außen bedrohen unsere Sicherheit und unsere Gesundheit und müssen mit aller Macht bekämpft werden. Wir scheinen uns auf einem Kriegsschauplatz zu befinden. Dieser Krieg spielt sich in unserem Körper ab, Tag für Tag, ein Leben lang.

  Wenn wir bereit sind, diesen Krieg zu führen, sollten wir uns jedoch klar machen, wo die Kampfhandlungen stattfinden: in unserem eigenen Körper. Angesichts dieser Tatsache stellt sich die Frage, ob es keine bessere Alternative zu diesem Szenario gibt.

  Freie Radikale können tatsächlich Schäden verursachen, die zu vorzeitiger Alterung, zu Funktionsstörungen und schließlich auch zu Krankheiten führen können. Aber es gibt durchaus Alternativen bzw. ein Möglichkeit, die statt kriegerischer Auseinandersetzungen eine schnelle, einfache und friedliche Lösung bietet. Das ist keine Fiktion, sondern Realität; es gibt eine Lösung, die sich leicht umsetzen lässt.

  Wenn hier zuerst das dramatischere Szenario beschrieben und durch Zahlen und Fakten belegt wird, sollten wir dabei im Gedächtnis zu behalten, dass dies nur die eine Möglichkeit, nur ein Teil der Wahrheit ist. Und dass es eine wirksame und friedliche Alternative dazu gibt, die Ihnen im Anschluss vorgestellt wird. Die Gefahr, die von Freien Radikalen ausgeht, ist sehr real. Radikale können u. a. auch mutagen und cancerogen sein; d. h., sie können unsere Erbsubstanz angreifen und zu irreversiblen Veränderungen (Mutationen) führen und die Entstehung von Krebs fördern.

  Prof. Bodo Kuklinsky beschreibt Freie Radikale folgendermaßen:
„Sie schwimmen wie „weiße Haie“ im biochemischen „Meer“ unserer organischen Kleinbetriebe, gehen dabei blitzschnell nicht umkehrbare Verbindungen ein, attackieren empfindliche Aminosäuren, Fette, Zellmembranen und machen auch vor der Erbsubstanz nicht Halt. Sie provozieren Kettenreaktionen und bilden Zwischen- und Abbauprodukte sowie „Molekülgemische“, die ohne biologischen Nutzen sind. Am Ende derartiger Reaktionen verbleiben Substanzen, mit denen der Körper nichts anzufangen weiß, oder gar völlig zerstörte Zellen. Sukzessive füllen sie die Deponien in unserem Organismus und behindern dessen Funktionen, bis eines Tages nichts mehr geht.“ [1]

  Auch Dr. Müller-Wohlfahrt, einer der bekanntesten Sportmediziner Deutschlands, hat dem Thema ‚Freie Radikale’ ein ganzes Buch gewidmet. Er sagt unter Berufung auf aktuelle wissenschaftliche Studien:
„Während sich in Amerika Ärzte und Patienten schon geraume Zeit gegen die Freien Radikale  wappnen, die  hinter 80 Prozent aller schweren Erkrankungen stecken, hat man hierzulande das Risiko allzu lange ignoriert. Freie Radikale sind tückisch. Sie greifen massiv in den Zellstoffwechsel ein, sie schädigen unsere Gewebe und Organe. Sie sind zur Gesundheitsbedrohung Nummer 1 geworden, denn sie sind verantwortlich für die häufigsten Todesursachen: Herzerkrankungen, Krebs, Alzheimer.“ [2]

  Freie Radikale werden auch für viele Alterungs- und Degenerationsprozesse verantwortlich gemacht. Irreversible Schädigungen wichtiger Zellstrukturen, die von den Reparaturmechanismen unseres Körpers nicht mehr aufgefangen werden können, aber auch Schädigungen des Erbmaterials (DNS) durch Freie Radikale sind z. B. laut Professor R. S. Sohal von der Southern Methodist University in Dallas (USA) eine der Hauptursachen des Alterungsprozesses.

  Das Ausmaß der täglichen Angriffe durch Freie Radikale ist immens. Der menschliche Körper besteht aus etwa 70 Billionen Körperzellen. Jede einzelne unserer 70 Billionen Körperzellen wird durchschnittlich ca. 10 000 Mal pro Tag von Freien Radikalen angegriffen. Diese Zahlen gelten allerdings nur im ‘günstigen’ Fall. Bei Menschen die rauchen, regelmäßig Alkohol trinken, Medikamente nehmen oder einer erhöhten Umweltbelastung ausgesetzt sind – sei es durch Elektrosmog, schädliche Bausubstanzen oder auch ‚einfach’ nur durch ständigen Stress – kann sich diese Zahl auf etwa das Achtfache erhöhen. Das bedeutet, dass jede Zelle etwa ein Mal pro Sekunde angegriffen wird. Bei 70 Billionen Körperzellen sind das hochgerechnet ca., 5,6 Trillionen Angriffe pro Tag, 365 Tage im Jahr. [3] 


 

[1]  www.aristocrat.li/proton/freie_radikale.htm
[2]  www.pb-hw.de/texte/deutschlands_sportarzt.htm
[3]  www.heilpraxis-online.ch