Nachwort von Dr. Torsten Schenk

 

  Der vorliegende Text ist bewusst mit einfachen Worten formuliert, um eine breite Leserschaft zu erreichen. Da der Lesefluß nicht mit komplexen Definitionen und Konzepten unterbrochen werden soll, mögen für den wissenschaftlich versierten Leser folgende Anmerkungen zur Ergänzung dienen.

  Freie Radikale sind Atome oder Moleküle mit einem freien, ungepaarten Elektron, die äußerst reaktionsfähig sind. Um eine oxidative Verwertung der Nährstoffe über unsere Nahrung überhaupt zu gewährleisten, muss der über die Atmung aufgenommene reaktionsträge molekulare Sauerstoff in eine biologisch aktive Form überführt werden. Diese „Aktivierten Sauerstoffstufen“, die als freie Radikale und als Peroxide vorliegen, ermöglichen nun, ähnlich einem Zündfunken eines Verbrennungsmotors, die Nährstoff-Oxidation.

  Sind die Radikal- und Peroxid-neutralisiernden Enzymsysteme nicht ausreichend mit entsprechenden Bausteinen versorgt (z.B. Spurenelemente, Vitamine, Antioxidantien), so greifen die aggressiven Zündfunken (also die freien Radikale) auf biologische Strukturen der Zellmembranen über und zerstören dabei Enzyme, Zellstrukturen und die DNA. Gelingt es dem Körper nicht, das Gleichgewicht zwischen Bildung und Inaktivierung der aggressiven Radikale und Peroxide aufrecht zu erhalten, gelangt der Körper in den Zustand von „oxidativem Stress“. In der vorliegenden Broschüre sind die vielschichtigen Prozesse beschrieben, die zum oxidativen Stress führen. Die Abbildung auf S. 18 soll die Reaktionsweise der Freien Radikale mit einer Zelle graphisch vereinfacht darstellen. Selbstverständlich müssen Freie Radikale nicht alle positiv geladen sein. Bekannte Freie Radikale und Aktivierte Sauerstoffstufen sind z.B. das Superoxid-Anion-Radikal, Perhydroxyl-Radikal, Wasserstoffperoxid, Hydroxid-Radikal, Singulett-Sauerstoff und Ozon, die ihrerseits – meist in Form von Kettenreaktionen – die Bildung weiterer sauerstofffreier und sauerstoffhaltiger Radikale, Aldehyde und anderer reaktiver Metaboliten initiieren. Die Abbildung zeigt graphisch vereinfacht, wie ein Überschuss an Freien Radikalen das Gleichgewicht zwischen Bildung und Inaktivierung der aggressiven Radikale verschiebt zugunsten des oxidativen Stresses.

  Die Antioxidantien sind nun Schutzstoffe, die unser körpereigenes biologisches Material vor dem Angriff aggressiver Radikale und Peroxide schützen, ohne deren physiologische Bedeutung zur Erzeugung von Energie und zur Abwehr von Bakterien, Pilzen und Viren zu beeinträchtigen. Antioxidantien reagieren schneller mit den Freien Radikalen als biologischen Strukturen. Sie schützen also unsere Zell-, Gen- und Bindegewebs-Strukturen dadurch, dass sie die Stoffwechselzündfunken abfangen, bevor diese z.B. die ungesättigten Fettsäuren unserer Biomembranen oder schwefelhaltiger Bauteile lebenswichtiger Strukturen oder Enzymproteine angreifen.

  Jedes Antioxidans hat dabei ein ganz spezifisches Reduktionspotential als Maß für die Kraft als Antioxidans gemessen in Volt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Redoxpotentiale in Volt einiger wichtiger Redoxsubstanzen, gemessen über einer Wasserstoffelektrode: Die Messwerte wurden der gängigen Literatur entnommen 32. Die Elektronenübergänge von Plus- bis in Minusbereiche ergeben eine spannungsabhängige Kaskade bzw. Hierarchie. Vitamin E als reine Radikalfängersubstanz läge oberhalb des Ubichinons und würde durch dieses regeneriert. Coenzym Q10 würde durch Vitamin C, dieses durch Flavonoide, diese wiederum durch Vitamin B2 usw. regeneriert werden. Man beachte, dass der Aktive Wasserstoff durch die negativen H-Ionen in der Lage ist, alle dargestellten Antioxidantien zu regenerieren. Der Messwert des Aktiven Wasserstoffs von – 0,804 V wurde vom unabhängigen Labor der Firma BIOKRAFT PHARMA AB in Schweden am 11.05.2004 durchgeführt.

  Zur besseren Übersicht sind die Redoxpotentiale in der nachfolgenden Abbildung (nächste Seite) graphisch dargestellt. Jedes Antioxidans wird von seinem rechten Nachbarn regeneriert, um seine Zellschutzfunktion wiederzuerhalten. Die Rolle des Aktiven Wasserstoff wird hier besonders deutlich.

  Die Elektronenübergänge von Plus- bis in Minusbereiche ergeben eine spannungsabhängige Kaskade bzw. Hierarchie. Vitamin E als reine Radikalfängersubstanz läge oberhalb des Ubichinons und würde durch dieses regeneriert. Coenzym Q10 würde durch Vitamin C, dieses durch Flavonoide, diese wiederum durch Vitamin B2 usw. regeneriert werden. Man beachte, dass der Aktive Wasserstoff durch die negativen H-Ionen in der Lage ist, alle dargestellten Antioxidantien zu regenerieren. Der Messwert des Aktiven Wasserstoffs von – 0,804 V wurde vom unabhängigen Labor der Firma BIOKRAFT PHARMA AB in Schweden am 11.05.2004 durchgeführt.

Eine weitere unabhängige Untersuchung wurde am 10. 03. 2005 von der Med-Tronik-GmbH in Friesenheim vorgenommen - nach Kriterien der Bioelektronik von Prof. Dr. Vincent (d. h. Messung des Bio-Terrains). Die beiden nachfolgenden Abbildungen zeigen die Ergebnisse der Untersuchung von 1 Kapsel Active-H.

(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Med-Tronik GmbH)


33 Norbert Fuchs: Mit Nährstoffen heilen – Eine Einführung in die komplexe Orthomolekulare Nährstofftherapie, Ralf Reglin Verlag, Köln, 2001